3 Tage Wandern + 3 Tage E-Biken

Genüsslich E-Biken durch die Flusstäler der Eifel +
Wandern zu den Highlights der Region

Auf dem Wunschzettel der Gäste steht immer öfter, E-Biken und Wandern einmal kombiniert auszuprobieren. Gerne greifen wir Ideen der Teilnehmer auf.

O Täler weit o Höhen, fesselnde Fernblicke am laufenden Band

Die Wanderung beginnt am Hotel, führt durch das Obere Atzenbachtal zur Scheid Nück. Ein langer Höhenweg erwartet uns, mit fabelhaftem Blick auf der gesamten Strecke in sehr abwechslungsreicher Hocheifellandschaft, passieren das Wacholderschutzgebiet Hönnerküpp und wandern weiter abwärts nach Lückenbach zur Kapelle St. Agatha. Nach einer Pause erwandern wir die Menzelhardt, ein Höhenzug zwischen Adenauertal und Lückenbachtal mit sehr guter Sicht über das Waldgebiet Hohe Warte, – Rott.

An Hohns Köpfchen pausieren wir mittags in der Hütte St. Martin. Nach gemütlicher Rast erreichen wir Dümpelfeld und überqueren die Ahr und nehmen Kurs auf die Hahnensteiner Mühle, sie dient heute der Stromerzeugung. Siggi führt die Gruppe sicher auf die Höhen vor Winnerath. Wanderstrecke ca. 17 km.

Einzigartiger Basaltvulkanismus in der Ahr-Eifel

Der fröhliche Tag beginnt mit der Planwagenfahrt nach Rodder, dort startet die Wanderung auf naturbelassenen Wegen ins Zwei-Flüsse-Dorf Müsch. Unterwegs genießen wir schon die ausgezeichneten Fernblicke bis zum Kaiser Wilhelm Turm auf der Hohen Acht, Nürburg und zum Nerother Kopf im Gerolsteiner Land. Ein kurzer Anstieg zum Hochplateau Hoffeld genügt, um das phantastische Eifelpanorama ins Herz schließen zu können.

Nach der Pause im Basaltdorf Hoffeld wandern wir zur Düngerley, um dort an den Eifelvulkanismus sehr nahe heranzukommen. Das letzte Drittel der Tagestour führt nach Kirmutscheid, am Trier- und Wirftbach entlang. Die Abholung erfolgt in der Nähe der Ortschaft Wirft. Die Wanderstrecke ist ca. 16 km lang.

Auf den Spuren des Grafen Ulrich

Dass acht Kilometer entfernt liegende Dörfchen Harscheid, auf der linken Seite des Ahrtals gelegen, werden wir mit dem Planwagen erreichen. Die Wanderung beginnt schon mit hervorragenden Ausblicken auf dem Höhenweg über weite Bereiche der Eifel, auch zu Graf Ulrichs Nürburg. Die einzigartigen Wanderwege auf dem Hochplateau, das offene Gelände, durchmischt mit Laubwald, Felder, Wiesen, Pferdeweiden, Ginsterbüschen, über uns kreisenden Milanen und Bussarden, weckt in uns ein Gefühl der Leichtigkeit, eine Art Befreiung, ein Loslassen und vergessen können.

Jedoch lockt uns der Mittagshunger zu einem lauschigen Plätzchen ins Dörfchen Sierscheid. Die zweite Hälfte der Wanderung erfolgt auf naturbelassenen Wegen um die Anhöhe Dümpelhardt, nicht über sie, bis zum Armutsbachtal. Dort steht der Planwagen zur Beförderung der Gruppe zum Hotel bereit. Die Wanderstrecke ist ca. 15 km lang.

Ausflug zur Erftquelle und zu König Zwentibold von Lothringen

Gut gestärkt radeln wir erst einmal talwärts nach Schuld und weiter durch das Buchholzbachtal nach Pitscheid. Während der ersten Pause an der Barbarakapelle bestaunen wir die Weitläufigkeit der Landschaftselemente in den abgelegenen Dörfern. Hinter dem kleinen Ort Bröhlingen überqueren wir die Landesgrenze NRW – Rheinland-Pfalz und radeln durch schmucke Dörfer, durch herrliche Natur mit schönen Ausblicken zur Erftquelle nach Holzmühlheim.

Die Mittagspause genießen wir in der unter Volldenkmalschutz stehende Tuchmacherstadt und Kneippkurort Bad Münstereifel an der Erft. Den Rückweg fahren wir zur Wasserscheide Ahr/Erft und weiter zu den 100 Einwohnerdörfern: Nitterscheid, Sasserath, Hilterscheid, Ohlerath und erfreuen uns an der stillen Landschaft mit phantastischen Fernblicken. Die Wegstrecke beträgt 62 km.

Nürburg und Nürburgring lassen herzlich grüßen

Beseelt von der gestrigen Tour, radeln wir durch den Honerather Wald nach Kottenborn, ganz nah an die alte Nordschleife des Nürburgrings heran. Auf der Quiddelbacher Höhe lugen wir mal auf die Rennstrecke, bevor die Fahrt nach Nürburg fortgesetzt wird. Nach einem kurzen Abstecher an der historischen Nürburg, führt uns der Radelweg zur Antoniusbrücke und weiter nach Meuspath, Drees. Im Lindner Ferienpark verbringen wir unsere Mittagspause. Der junge Vulkanismus mit einem ausgedehnten Trocken-Maarkessel, Lava- und Basaltvorkommen in Hülle und Fülle haben der Region schon immer geprägt.

Nun wechseln wir den Landkreis und fahren durch das Eschbachtal nach Siebenbach, in der Nähe der Hohen Acht. Das schönste Tal der heutigen Tour, das Herschbachtal, liegt vor uns, nichts mehr zu erkennen von der einstigen Zwangsevakuierung der Bevölkerung. Friedlich weiden die Kühe auf den Wiesen und säugen ihre Kälber. In Kesseling stoppen wir an der Pfarrkirche St. Petrus, denn der Barock-Hochaltar von 1501 ist ein Unikat, von Kunsthistorikern wird eine Besichtigung empfohlen. Die letzten Kilometer folgen wir dem Radweg an der Mittelahr. Sorgenfrei erreichen wir das Hotel und entspannen auf dem sanften Gras. Die Wegstrecke ist 64 km lang.

Spannende Fahrt durch Bergbau und Industriegeschichte der Eifel

Aller guten Dinge sind drei. Die letzte Fahrt der Woche führt uns nach Fuchshofen. Auf der 6 Kilometer langen Abfahrt dorthin kommen wir alle ins Schwärmen, denn die Eindrücke, die wir während der Fahrt durch diese Naturlandschaft gewonnen haben, lösen mehr als Begeisterung aus. Damit es den E-Bikes nicht langweilig wird, freuen wir uns im nächsten Ort Antweiler auf die spannende Fahrt nach Dorsel- Stahlhütte, das Zentrum der Eisenverhüttung bis zum 19 Jahrhundert und immer wieder Ausblicke vom Feinsten. Hinab führt uns der Weg zu mitteldevonischen Kalklagerstätten. In drei Steinbrüchen findet reger Abbau von Kalkgestein zur industrieellen Weiterverarbeitung statt.

Im Gartencafè der Lommersdorfer Mühle genießen wir die Mittagspause. Vorzügliche Speisen und kühle Getränke aus der Küche des Mühlenteams lassen die Herzen höher schlagen. Sodann schwingen wir uns auf unsere „Drahtesel“. Die Motoren schnurren durch Niederehe, Leudersdorf, Üdelhofen zu einer herrlichen Anhöhe. Im Schatten der Jodokuskapelle rasten wir und schließen das Eifelpanorama ins Herz ein. Durch die Orte Aremberg und Eichenbach setzen wir die Fahrt fort. Am Eichenbach entlang gelangen wir zur Ahr und pedalieren mit Unterstützung des E-Motors nach Winnerath. Die Wegstrecke beträgt 66 km.

Bei keiner anderen Erfindung
ist das Nützliche mit dem Angenehmen
so innig verbunden,
wie beim Fahrrad.

(Adam Opel)

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