Studien- und Kulturreise 2027

Dieses Angebot wird in der 36. KW 2027 von Sonntag, 29. August bis Samstag, 04. September 2027 wieder angeboten.

Denn nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen (Hermann Hesse)

MAASTRICHT

In Maastricht, dem südlichsten Zipfel der Niederlande, ist fast alles anders als im Rest des Landes. Das Erbe von 20 Jahrhunderten Geschichte ist in der historischen Innenstadt allgegenwärtig. Wohin man auch geht, die interessanten Anblicke auf jahrhundertealte Kirchen, Fassaden und Gebäude werden uns ins Staunen versetzen. Eine gemütliche Stadt, die Geschichte, Kunst und Kultur bietet, eine Stadt, umringt von schöner Natur und einer hügeligen Landschaft!

Die Maas und Maastricht sind untrennbar miteinander verbunden. Eine Rundfahrt auf der Maas eine der beliebtesten Möglichkeiten, Maastricht vom Wasser aus zu erleben und zu bewundern, am Bonnefantenmuseum, dem Gouvernement und dem St. Pietersberg vorbeifahren, bringt Abwechslung am laufenden Band. Kurz vor Erreichen der belgischen Grenze wendet das Schiff und fährt zurück nach Maastricht.

Während der Führung durch die pittoreske Altstadt lernen wir das Jekerkwartier kennen, es liegt verborgen zwischen jahrhundertealten Denkmälern und den historischen Stadtmauern. Hier streifen Maastrichter bequem durch die Straßen, liegen Studenten lesend im Park und mit etwas Glück tritt auch noch eine Jazzband um die Ecke auf! Einer der schönsten Plätze des alten Stadtzentrums ist der Vrijthof, im Herzen der Altstadt von Maastricht, neben der Basilika des heiligen Servatius – eine romanische Kathedrale mit Krypten und Schätzen, gelegen. Bossierte Pflastersteine zieren den Platz, umgeben von mächtigen alten Bäumen. Dort werden wir eine ausgiebige Mittagspause einlegen, um die niederländische Gastfreundschaft zu erleben.

LIMBURG

Limburg an der Lahn, ganz anders als Tebartz van Elst!

Wir beginnen mit einer Führung durch den Limburger Dom, auch Georgsdom genannt. Er liegt oberhalb der Altstadt neben der Burg Limburg. Durch seine hohe Lage oberhalb der Lahn ist der Dom weit sichtbar. Die Basilika gilt als eines der höchst vollendeten Bauwerke der Spätromanik. Der Dom ist eine dreischiffige Basilika die spätromanische und frühgotische Elemente verbindet. Er hat sieben Türme. Auf dem alten 1000-Markschein symbolisierte der Limburger Dom die romanische Baukunst in Deutschland.

Exklusive Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen werden wir auf unserer Stadtführung durch das historische Limburg die malerische Fachwerkaltstadt kennenlernen.

Maria Theresia, die große Gönnerin Eupens!

Eupen, in Ostbelgien, am Fuße des Hohen Venns gelegen, ist seit 1983 Sitz der Regierung und des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) und wegen seiner stattlichen, großbürgerlichen und sakralen Barockbauten und der Rokoko-Schnitzkunst ein lohnenswertes Touristenziel.

Umschwärmt werden in der Oberstadt das prächtige Barockpalais, die guterhaltenen Rokokofassaden und die exklusive Lütticher Schnitzkunst.  Im überwiegend katholisch geprägten Eupen wird die doppeltürmige Pfarrkirche St. Nikolaus (1722) mit einem Hochaltar nach den Plänen von Couven, die Klosterkirche (1776), das Rathaus, ehemals zum Kloster gehörend, das Klösterchen am Marktplatz, der Regierungssitz der DG und das Friedensgericht (reiche Stuckdekoration von Gagini), zur Besichtigung empfohlen.

Im Rahmen unserer Stadtführung heben wir am Werthplatz die prächtigen Herrenhäuser, die Werthkapelle (1690) und das Archiv der DG, hervor. Gleichwie, ein interessanter Tag im ehemals zu den Preußischen Rheinlanden gehörenden Eupen, wird uns garantiert.

Das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) steht ebenfalls auf dem Reiseplan, hier wird uns eines der kleinsten demokratischen Parlamente im Rahmen einer Führung vorgestellt.

Den Abschluss des Ausflugs nach Belgien legen wir in Malmedy ein, ein reizendes Städtchen in den Ardennen, bevor wir wieder durch die West-Eifel zum Dreimäderlhaus fahren.

BONN

Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland an der Museumsmeile in Bonn, ist ein Museum zur deutschen Zeitgeschichte seit 1945. Mit 850.000 Besuchern jährlich ist es eines der meistbesuchten Museen in Deutschland.

Bei Beginn der Bauarbeiten für das Haus der Geschichte im Jahr 1989 stießen Archäologen auf einen gut erhaltenen römischen Keller aus dem 2. Jh. Es wurden zahlreiche Funde aus dem Römischen Bonn sichergestellt. Möglicherweise handelt es sich um den Vorratskeller einer Taverne oder Garküche, die zu der zivilen Siedlung, dem „vicus bonnensis“, gehörte.

Zwischen dem 1. und dem 3. Jh. erstreckte sich auf dem Gebiet des ehemaligen Regierungsviertels in Bonn eine römische Siedlung. Während der Bauarbeiten am World Conference Center Bonn wurden im Jahre 2006 Teile weiterer Gebäude entdeckt, darunter eine Thermenanlage und ein Gallo römischer Umgangstempel. Diese Funde verliehen auch dem römischen Keller im Haus der Geschichte neue Bedeutung: Sie stammen nicht nur von einer kleinen Handwerkersiedlung; vielmehr zeigen sie erste städtische Strukturen auf.

Der römische Keller ist in den Museumsbau integriert und soll das antike Fundament, auf dem auch die europäische Geschichte in vielen Dingen bis heute fußt, verdeutlichen.

Ein neues, mediales und attraktives Ausstellungserlebnis zur deutschen Zeitgeschichte. Die Dauerausstellung im Haus der Geschichte eröffnet am 09.12.2025 mit einem neuen, medialen und attraktiven Ausstellungserlebnis zur deutschen Zeitgeschichte. Auf 4000 m² veranschaulichen mehr als 7000 Ausstellungsstücke und 150 Medienstationen deutsche Zeitgeschichte im internationalen Kontext. Der Ausstellungsrundgang ist chronologisch aufgebaut und umfasst gesamtdeutsche Themen ebenso wie die Geschichte der geteilten Nation.

Besonderen Wert legt das Museum auf Besucherorientierung sowie auf eine lebendige Darstellung der historischen Ereignisse. Unter dem Leitspruch „Geschichte erleben“ besteht das Konzept darin, historische Objekte „in Szene zu setzen“ und damit für die Besucher zum Leben zu erwecken. Dies geschieht auch unter Verwendung historischer Film- und Tondokumente. Während die politische Geschichte der Bundesrepublik und der DDR den roten Faden der Dauerausstellung bildet, ermöglicht die Darstellung von Alltags- und Kulturgeschichte den Besuchern die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und fördert zudem den Dialog zwischen den Generationen.

Kanzlerbungalow

Der Kanzlerbungalow ist das ehemalige Wohn- und Empfangsgebäude der Bundeskanzler. 1963 vom Architekten Sep Ruf entworfen, steht es allen Regierungschefs von 1964 bis 1999 als Wohnung und zu Repräsentationszwecken zur Verfügung. 2001 wird der Kanzlerbungalow unter Denkmalschutz gestellt. Die Wüstenrot Stiftung nimmt das Gebäude 2006 in ihr Denkmalprogramm auf und beginnt mit einer umfassenden Sanierung und Instandsetzung. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Bungalow 2009 feierlich eröffnet. Das Haus der Geschichte bietet Begleitungen durch den Kanzlerbungalow an. Der Rundgang ermöglicht Einblicke in die repräsentativen und privaten Räume. Eine Ausstellung informiert über die Bundeskanzler und die Nutzung des Gebäudes.

Kanzlerbungalow – Krisenzentrum, Konzerthaus, Wohnung: Im Kanzlerbungalow wird große Geschichte im Kleinen geschrieben. Im Juni 1989 etwa machen Bundeskanzler Helmut Kohl und das sowjetische Staatsoberhaupt Michail Gorbatschow während eines Spaziergangs im Garten des Bungalows gemeinsam erste Schritte in Richtung Wiedervereinigung.

Das einstöckige, schlichte Gebäude mit den bodentiefen Fenstern an allen Seiten wird speziell als Repräsentationsort und Wohnung für den Bundeskanzler gebaut. Ein hell und offen gestalteter Bereich bietet Platz für Veranstaltungen, die keinen offiziellen Charakter haben. Im kleinen, abgeschiedenen Teil lebt der Bundeskanzler mit seiner Familie.

Jeder Bewohner des Bungalows bringt seinen persönlichen Geschmack und Stil ein.

Ludwig Erhard bewohnt den von ihm maßgeblich mitgestalteten und sehr geschätzten Bungalow nur zwei Jahre. Seinem Nachfolger, Kurt Georg Kiesinger, ist das neue Zuhause zu kühl und modern. Weiche Polstermöbel sollen das Heim gemütlicher machen.

Willy Brandt zieht gar nicht erst ein, er nutzt den Bungalow nur für Veranstaltungen. Aus der Zeit von Helmut Schmidt bleibt die schusssichere Glaswand auf der Terrasse. Sie zeugt vom Terror der RAF, vor dem der Kanzler geschützt werden muss. Besonders sichtbar ist der persönliche Geschmack des letzten Bewohners: Helmut Kohl lässt unter anderem eine raumgreifende Lichtkonstruktion anbringen, die sofort den Blick des Besuchers auf sich zieht.

Die kleine Dauerausstellung im Eingangsbereich mit Fotos und Exponaten informiert über die Geschichte des Ortes. Zeitzeugen-Interviews der Kanzler geben persönliche Einblicke in das Leben der ehemaligen Bewohner. Besuchen Sie als Einzelbesucher oder in einer Gruppe den ehemaligen Wohnsitz der Bundeskanzler von Ludwig Erhard bis Helmut Kohl.

KOBLENZ
UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal

Die Stadt Koblenz am Rhein, eine knappe Fahrstunde von Winnerath entfernt, kenne ich als Einkaufs-, Beamten- und Garnisonsstadt. In bester Erinnerung habe ich sie noch vom Besuch der Bundesgartenschau 2011. Gott sei Dank bin ich nun, wenn auch spät, auf den Kultur- Historischen Reichtum von Koblenz aufmerksam geworden und ich muss feststellen, Koblenz ist ein echtes Highlight. Koblenz ist gesegnet mit geschichtsträchtigen Plätzen und Gebäuden, die aus vielen Jahrhunderten, als Fürsten und Könige residierten, bestens erhalten oder nach Kriegszerstörung nach alten Plänen wieder aufgebaut wurden. Hier nun einige Kostproben:

Das Deutsche Eck, am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, erhielt Koblenz durch die Ansiedlung des Deutschen Ordens seinen Namen. Bedeutsam an derselben Stelle ist das Kaiser Wilhelm Denkmal. Wenige Gehminuten entfernt steigen wir in eine der 18 Panoramakabinen zur Fahrt über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Ehrenbreitstein, ist ein System von preußischen Festungswerken, im Zeitraum 1815 bis 1834 erbaut. Damals wurde von dieser Stelle der strategisch wichtige Zusammenfluss von Rhein und Mosel gesichert. Hingegen gehört das Kurfürstliche Schloss Koblenz zu den bedeutendsten Schlossbauten des französischen Frühklassizismus in Südwestdeutschland und ist eines der letzten Residenzschlösser, das unmittelbar vor der französischen Revolution in Deutschland gebaut wurde.

Das Weindorf Koblenz ist 1925 anlässlich der „Reichsausstellung Deutscher Wein“ entstanden. Für die Ausstellung hatte man vier stilistisch unterschiedliche Gebäude errichtet, die typischen Winzerhäusern aus den deutschen Weinbauregionen nachempfunden waren. Hier stellten die einzelnen Weinbauregionen und Weinerzeuger während der Reichsausstellung ihre Weinprodukte vor. Das ursprünglich nur für die Dauer der Ausstellung errichtete Weindorf war schon bald so beliebt, dass es dauerhaft als Touristenattraktion erhalten wurde.

Indessen ist für unsere Touristenpause die Koblenzer Altstadt wie geschaffen. Romantisch verwinkelte Gassen, malerische Hinterhöfe, gemütliche Plätze, zwischen Liebfrauenkirche und der Basilika St. Kastor, den Schängelbrunnen am Rathaus, u.a. ein ereignisreicher Tag in einer der ältesten und schönsten Städte Deutschlands wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Auf den Exkursionen und während der Bustransfers, werde ich immer wieder das Gesehene, die Landschaft, die Menschen, das Kulturgut und die Besonderheiten der Natur würdigen, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich jederzeit wohl fühlen und die Reisezeit so angenehm und kurzweilig als möglich wird.

Jederzeit beantworten wir herzlich gerne Ihre Fragen, besprechen alle Wünsche und freuen uns auf Ihren Kontakt – und darauf, alle Gäste persönlich verwöhnen zu dürfen.

Es ist besser,
einmal etwas selbst zu sehen und zu erleben,
als tausendmal davon zu hören

(aus Asien)

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