Studien- + Kulturreise 2018

30.09. – 06.10.2018

Denn nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen (Hermann Hesse)

Maria Theresia, die große Gönnerin EUPENs!

Eupen, in Ostbelgien, am Fuße des Hohen Venns gelegen, ist seit 1983 Sitz der Regierung und des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) und wegen seiner stattlichen, großbürgerlichen und sakralen Barockbauten und der Rokoko-Schnitzkunst ein lohnenswertes Touristenziel.

Umschwärmt werden in der Oberstadt das prächtige Barockpalais, die guterhaltenen Rokokofassaden und die exklusive Lütticher Schnitzkunst. Im überwiegend katholisch geprägten Eupen wird die doppeltürmige Pfarrkirche St. Nikolaus (1722) mit einem Hochaltar nach den Plänen von Couven, die Klosterkriche (1776), das Rathaus, ehemals zum Kloster gehörend, das Klösterchen am Marktplatz, der Regierungssitz der DG und das Friedensgericht (reiche Stuckdekoration von Gagini), zur Besichtigung empfohlen.

Im Rahmen unserer Stadtführung heben wir am Werthplatz die prächtigen Herrenhäuser, die Werthkapelle (1690) und das Archiv der DG, hervor. Gleichwie, ein interessanter Tag im ehemals zu den Preußischen Rheinlanden gehörenden Eupen, wird uns garantiert.

In MAASTRICHT dem südlichsten Zipfel der Niederlande,

ist fast alles anders als im Rest des Landes. Das Erbe von 20 Jahrhunderten Geschichte ist in der historischen Innenstadt allgegenwärtig. Wohin man auch geht, die interessanten Anblicke auf jahrhundertealte Kirchen,  Fassaden und Gebäude werden uns ins Staunen versetzen. Eine gemütliche Stadt, die Geschichte, Kunst und Kultur bietet, eine Stadt, umringt von schöner Natur und einer hügeligen Landschaft!

Die Maas und Maastricht sind untrennbar miteinander verbunden. Eine Rundfahrt auf der Maas eine der beliebtesten Möglichkeiten, Maastricht vom Wasser aus zu erleben und zu bewundern, am Bonnefantenmuseum, dem Gouvernement und dem St. Pietersberg vorbei fahren, bringt Abwechslung am laufenden Band. Kurz vor Erreichen der belgischen Grenze wendet das Schiff und fährt zurück nach Maastricht.

Während der Führung durch die pittoreske Altstadt lernen wir das Jekerkwartier kennen, es liegt verborgen zwischen jahrhundertealten Denkmälern und den historischen Stadtmauern. Hier streifen Maastrichter bequem durch die Straßen, liegen Studenten lesend im Park und mit etwas Glück tritt auch noch eine Jazzband um die Ecke auf! Einer der schönsten Plätze des alten Stadtzentrums ist der Vrijthof, im Herzen der Altstadt von Maastricht, neben der Basilika des heiligen Servatius – eine romanische Kathedrale mit Krypten und Schätzen, gelegen. Bossierte Pflastersteine zieren den Platz, umgeben von mächtigen alten Bäumen. Dort werden wir eine ausgiebige Mittagspause einlegen, um die niederländische Gastfreundschaft zu erleben.

LUXEMBOURG, das „Gibraltar des Nordens“

Im Jahre 963 erwarb Graf Siegfried den Bock-Felsen, die Wiege der Stadt Luxemburg, durch ein Tauschgeschäft mit der Trierer Abtei St. Maximin. Der Felsvorsprung, auf dem Siegfried seine Burg errichtete, spielte eine militärstrategisch wichtige Rolle. Auf drei Seiten vom Alzette-Tal umgeben und nur von Westen her zugänglich, war der Felsen leicht zu verteidigen. Im Bock-Felsen befinden sich die anderen historischen Bauwerke wie die archäologische Krypta sowie die Bock-Kasematten, die ehemaligen unterirdischen Befestigungsanlagen, die zum UNESCI-Welterbe gehören. Die Befestigungsgänge waren auf verschiedenen Ebenen angelegt und reichten bis 40 m Tiefe hinab. Angesichts dieser eindrucksvollen Festungswerke erhielt Luxemburg den Beinamen „Gibraltar des Nordens“.

Die Festungsbollwerke und die nicht minder geschichtsträchtige Altstadt genießen weltweites Renommee. 1994 wurden sie von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.  Indessen befindet sich das großherzogliche Palais, Stadtresidenz der großherzoglichen Familie, mitten im Altstadtviertel.

Neben dem Roten Rathaus in Berlin, verbindet in Luxemburg die Rote Brücke – Grande-Duchesse Charlotte – das Stadtzentrum mit dem Europaviertel.

Gleichwie es jeder für sich bewertet, den grandiosesten Ausblick auf das Tal der Alzette, den Stadtteil Grund und das Rham-Plateau, genießt man von der Corniche, auch „der schönste Balkon Europas“ genannt.  Der Weg verläuft auf den von Spaniern und Franzosen im 17. Jahrhundert errichteten Wällen entlang des Alzette-Tales, zieht sich vom Bock-Felsen bis zum unteren Teil der Heiliggeist-Zitadelle, den sogenannten Rondellen. Ein bemerkenswertes Beispiel der Spätgotik ist die Kathedrale – Unserer Lieben Frauen -,  ursprünglich eine Jesuitenkirche, deren Grundstein 1613 gelegt wurde. Dieses einmalige Bauwerk besitzt jedoch verschiedene, vom Renaissancestil beeinflusste Elemente und Verzierungen, die in ihrer Einzigartigkeit besonders hervorstechen.

Überdies ist Luxemburg Europäische Hauptstadt und Sitz zahlreicher EU-Institutionen, angefangen vom Generalsekretariat des Europäischen Parlaments bis zur Euratom- Versorgungsagentur. Diese multikulturelle Stadt, Dreh- und Angelpunkt des Europäischen Einheitsgedankens und lebendes Beispiel für funktionierende Vielfalt im Herzen Europas, schätzen wir als außerordentliche Bereicherung während unserer Studien- und Kulturwoche und über die Zeit hinaus.

UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal

Die Stadt Koblenz am Rhein, eine knappe Fahrstunde von Winnerath entfernt, kenne ich als Einkaufs-, Beamten- und Garnisonsstadt. In bester Erinnerung habe ich sie noch vom Besuch der Bundesgartenschau 2011. Gott sei Dank bin ich nun, wenn auch spät, auf den Kultur- Historischen Reichtum von Koblenz aufmerksam geworden und ich muss feststellen,  Koblenz ist ein echtes Highlight. Koblenz ist gesegnet mit geschichtsträchtigen Plätzen und Gebäuden, die aus vielen Jahrhunderten, als  Fürsten und Könige residierten, bestens erhalten oder nach Kriegszerstörung nach alten Plänen wieder aufgebaut wurden. Hier nun einige Kostproben:

Das Deutsche Eck, am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, erhielt Koblenz durch die Ansiedlung des Deutschen Ordens seinen Namen. Bedeutsam an derselben Stelle ist das Kaiser Wilhelm Denkmal. Wenige Gehminuten entfernt steigen wir in eine der 18 Panoramakabinen zur Fahrt über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Ehrenbreitstein, ist ein System von preußischen Festungswerken, im Zeitraum 1815 bis 1834 erbaut. Damals  wurde von dieser Stelle der strategisch wichtige Zusammenfluss von Rhein und Mosel gesichert.

Hingegen gehört das Kurfürstliche Schloss Koblenz zu den bedeutendsten Schlossbauten des französischen Frühklassizismus in Südwestdeutschland und ist eines der letzten Residenzschlösser, das unmittelbar vor der französischen Revolution in Deutschland gebaut wurde. Das Weindorf Koblenz ist 1925 anlässlich der „Reichsausstellung Deutscher Wein“ entstanden. Für die Ausstellung hatte man vier stilistisch unterschiedliche Gebäude errichtet, die typischen Winzerhäusern aus den deutschen Weinbauregionen nachempfunden waren. Hier stellten die einzelnen Weinbauregionen und Weinerzeuger während der Reichsausstellung ihre Weinprodukte vor. Das ursprünglich nur für die Dauer der Ausstellung errichtete Weindorf war schon bald so beliebt, dass es dauerhaft als Touristenattraktion erhalten wurde.

Indessen ist für unsere Touristenpause die Koblenzer Altstadt wie geschaffen. Romantisch verwinkelte Gassen, malerische Hinterhöfe, gemütliche Plätze, zwischen Liebfrauenkirche und der Basilika St. Kastor, den Schängelbrunnen am Rathaus, … ein ereignisreicher Tag in einer der ältesten und schönsten Städte Deutschlands wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Streifzug durch die NORDEIFEL

König-Orgel und Kirchenfenster sind Schätze in der Schlosskirche Schleiden.

Nach intensiver Recherche hebe ich immer wieder herausragende Kulturschätze. So im Geburtsort des bedeutenden Historikers der Reformationszeit Johannes Sleidanus. Er wurde in Schleiden geboren und im selben Ort entdecken wir in der einstigen Schlosskirche, die nach den Entwürfen des Aachener Baumeisters Couven umgebaut wurde an der Stirnwand der Seitenschiffe die farbenprächtigen Renaissance-Fenster von 1535, die Szenen aus dem Leben Jesu zeigen. Berühmt ist auch die Orgel aus dem Jahre 1770, des Kölner Orgelbauers Ludwig König. Das noch weitgehend originale Werk präsentiert sich optisch in Lütticher Barock. Durch die großartige Raumakustik ist die Orgel mit 1702 Pfeifen auf drei Werke, als wohlklingendes Instrument international bekannt und geschätzt.

Südöstlich von Schleiden, ragen die Turmbauten des ehrwürdigen Klosters Steinfeld, eine Prämonstratenserabtei, heraus. Die barocken Klostergebäude aus dem 17. Und 18. Jh. sind erhalten geblieben. Indessen ist die mächtige mit wuchtigem Westwerk und dem ausgewogenen, achteckigen Vierungsturm ausgeführte dreischiffige Pfeilerbasilika ein Meisterwerk der Romanik. Reizvoll ist indes das Kircheninnere durch die Verbindung von gotischem Gestühl, spätgotische Gewölbemalerei und reicher Barockausstattung. Besondere Beachtung verdienen Altäre, Holz- und Tuffsteinskulpturen und der Marmorsarkophag des hl. Hermann Josef. Das im Rheinland größte Barocke Orgelwerkmit der größten historischen Substanz wurde 1727 von Balthasar König geschaffen.

Kaiser Wenzel und die Reichsgrafen von BLANKENHEIM

Der beschauliche Ort liegt in einem bewaldeten Talkessel mit mittelalterlichem Ortskern unterhalb der Burg der Grafen von Blankenheim, im Deutsch – Belgischen Naturpark Venn-Eifel.

Selbst Archäologen wurden dort fündig, denn zahlreiche römische Ausgrabungen belegen den wichtigen Stützpunkt, an der Römerstraße Trier- Köln. Nach der Herrschaft des Frankenkönigs Theoderich wurde im 12 Jh. die Burg erbaut. Das Geschlecht der Herren und Grafen von Blankenheim war bis zur Französischen Revolution eines der größten und mächtigsten der Eifel. Die im Ortskern denkmalgeschützten Bauten ins Besuchsprogramm einzufügen, ist ratsam.

Dazu zählt die spätgotische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt mit Netzgewölbe, einem geschnitzten neugotischen Altar mit Skulpturen ältester flämischer Arbeit. In der Krypta befindet sich eine Grabanlage mit den Gebeinen der gräflichen Familie sowie ein Votivstein. Das prächtige Orgelwerk aus dem Jahr 1660 (166 Register), eines der ältesten in Deutschland, ist im Kirchenschiff zu bewundern.

Gesegnet mit weiteren historische Sehenswürdigkeiten, wie die Kapelle Hülchrath mit dem eisernen Glockenturm, das Hirtentor mit dem gräflichen Wappen und das Georgstor – es war ein Teil der Erweiterung der Talbefestigung aus dem 17. Jh., macht der schmucke Ort auf sich aufmerksam. Die vielleicht bekannteste ist die Ahrquelle, die in einem Kellergewölbe eines Fachwerkhauses aus dem Jahre 1726 gefasst wird.

Es ist besser,
einmal etwas selbst zu sehen und zu erleben,
als tausendmal davon zu hören

(aus Asien)

© Copyright - Dreimäderlhaus Siegfried Verdonk - Fasten, Wandern, E-Biken im Ahrtal in der Eifel

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